Ergebnisse der Bundesschau in Leipzig (16.05.2011)
Mitteilung der VDL:
Fantastische Bundeschau Ziegen und Bundesschau Wirtschaftsrassen Schafe anlässlich der AGRA 2011 in Leipzig
Nach zehn Jahren hat die Vereinigung Deutscher Landesschafzuchtverbände e. V.
wieder eine Bundesschau Wirtschaftsrassen Schafe und nun gemeinsam bzw. im
Anschluss an die 1. Bundesschau Ziegen durch den Bundesverband Deutscher
Ziegenzüchter e. V. durchgeführt.
Die gesamte hervorragende Organisation und Verantwortung lag zum überwiegenden
Teil in den Händen des Sächsischen Landesschaf- und Ziegenzuchtverbandes,
dem für diese fantastische Leistung ein ganz besonderes Wort des Dankes gilt. Insbesondere
sind die Leistungen von Frau Dr. Walther, Herrn Franke sowie des gesamten
Teams und des Landesvorstandes herauszustellen.
Über vier Tage wurden so die Ziegenrassen ebenso wie die Wirtschaftsrassen bei
den Schafen aus dem gesamten Bundesgebiet einem Leistungsvergleich unterzogen
und die besten Tiere und Sammlungen ermittelt.
Ebenfalls wurden Mr. und Ms. für die AGRA 2011 bei den aus dem Kreis der vorgestellten
Ziegen wie auch der Schafe ausgewählt und ausgezeichnet.
Sowohl die Messe in Leipzig und insbesondere das Umfeld der AGRA wie auch die
gesamte Durchführung waren perfekt und haben alle Besucher und insbesondere
die Züchter sehr angesprochen. Auch die Kosten zur Durchführung einer derartigen
Schau sind im Vergleich zu anderen Veranstaltungsstandorten leichter tragbar.
Hervorzuheben ist, dass diese Bundesschauen von sehr vielen Besuchern aus dem
gesamten Bundesgebiet verfolgt wurden. Erfreulich ist ferner, dass auch Vertreter
des VDL-Ausschusses Berufsschäfer der Einladung zu der Bundesschau gefolgt
sind. Schließlich kann die Zuchtarbeit nur dann von Erfolg gekrönt sein, wenn die
hervorragenden Zuchttiere auch verstärkt Eingang in die Gebrauchsschafhaltung
finden.
Also, insgesamt ein wunderbares Paket, das für die deutsche Schaf- und Ziegenzucht
und die Freunde dieser Bereiche von Sachsen im Auftrage von VDL und BDZ
geschnürt worden war. Es ist daher auch nicht verwunderlich, dass sehr viele Vertreter
der Landesschaf- und -ziegenzuchtverbände zu diesen Bundesschauen gekommen
waren und dort auch den Gedankenaustausch mit den Züchterinnen und Züchtern
aus dem gesamten Bundesgebiet genutzt haben.
Die genauen Ergebnisse finden Sie bei den Downloads.
|
Erfolgreicher Schaf- und Ziegentag in Verden (05.04.2011)
Der dritte Niedersächsische Schaf- und Ziegentag fand am 01.April 2011 in Verden statt. Über 100 Besucher hörten die Fachvorträge und informierten sich an den Ständen der Veranstalter und beteiligten Organisationen und Firmen.
Gerhard Schwetje, Vizepräsident der Landwirtschaftskammer Niedersachsen eröffnete die Veranstaltung und sprach aktuelle Themen und auch Sorgen der Schaf- und Ziegenwirtschaft an. Im ersten Vortrag lieferte Arnulf Mainzer, AG FUKO, wertvolle Tipps zur Grünlandpflege und zum Grünlandmanagement. Schon durch die Wahl der richtigen Aussaatmischung mit schmackhaften und leistungsstarken Pflanzen lassen sich die tierischen Leistungen im Betrieb entscheidend verbessern. Zur Verbesserung lückiger Grasnarben sollte jährlich im Frühjahr eine Nachsaat mit ca. 10 kg/ha einer Qualitäts-Standardmischung erfolgen. Der Referent ging auch auf den Rückgang des Grünlandanteils in Niedersachsen und die wachsende Flächenkonkurrenz durch den sich immer mehr ausdehnenden Engergiepflanzenanbau und den starken Anstieg der Pachtpreise für Grünland ein. Gewarnt wurde zudem vor dem sich immer stärker ausbreitenden Jakobkreuzkraut. Diese Giftpflanze wird zwar als Frischpflanze von den Tieren verschmäht, aber in der Futterkonserve z.B. in Form von Heu von den Tieren aufgenommen.
Im zweiten Vortrag befasste sich Frau Dr. Sabine Petermann vom nds. Tierschutzdienst des LAVES mit dem Thema „Tierschutzfachliche Anforderungen an eine ganzjährige Weidehaltung von Schafen“. Bereits 1995 wurden von einer Arbeitsgruppe an der auch einige Schäfermeister beteiligt waren, Haltungsempfehlungen für Schafe erarbeitet. Diese Empfehlungen haben zwar keinen Gesetzescharakter, werden aber mittlerweile von den Gerichten als Sachverständigengutachten angesehen und für die Beurteilung von Tierschutzfällen herangezogen. Frau Dr. Petermann unterstrich, dass eine ganzjährige Weidehaltung von Schafen durchaus tiergerecht ist. Sie erfordert allerdings ein gutes Herdenmanagement. Dazu gehören Wasserversorgung, Fütterungszustand der Tiere, tägliche Tierkontrolle, Witterungsschutz, angepasster Schurtermin und trockener Liegeplatz.
Im letzten Vortrag befasste sich der Leiter der Prüfdienste der Landwirtschaftskammer, Andreas Coleis, mit dem Thema „Kontrollen ohne Ende?“ und seinen Erfahrungen mit den CC-Kontrollen in schaf- und ziegenhaltenden Betrieben. Das nds. Landwirtschaftsministerium hat die Landwirtschafskammer mit der Durchführung von Kontrollen beauftragt und wählt auch die zu prüfenden Betriebe aus. Landwirte, die Agrarförderung beantragen, müssen 19 verschiedene Standards aus den Bereichen Umwelt, Futter- und Lebensmittelsicherheit sowie Tiergesundheit und Tierschutz einhalten. Zu den Grundanforderungen an Schaf- und Ziegenhalter gehören die Bestandsregistrierung/Anmeldung beim Veterinäramt, die Kennzeichnung der Tiere und die lückenlose Führung eines Bestandsregisters.
In den letzten Jahren gab es dabei jeweils knapp 40 % Beanstandungen, vor allem in den Hobby- und Kleinstbetrieben. Hier muss von allen Beteiligten noch mehr Informations- und Aufklärungsarbeit geleistet werden. Anschließend ging Herr Corleis noch auf die Agrarförderung und insbesondere auf die Förderfähigkeit von Flächen ein. Reine Heidflächen oder Flächen mit mehr als 50 Bäumen oder Flächen in der Biotoppflege gelten derzeit nicht als landwirtschaftliche Nutzungen im Sinne der Direktzahlungen (1. Säule). Für die Agrarreform ab 2013 sollten hier ggf. neue, bessere Beurteilungskriterien erarbeitet werden.
Diesen Vorschlag griff Carl Lauenstein, Vorsitzender der Vereinigung Deutscher Landesschafzuchtverbände, in seinem Schlusswort auf und forderte, dass bei der GAP-Reform noch einiges im Bereich Greening erreicht werden müsse. Die Weidehaltung mit kleinen oder großen Wiederkäuern muss seiner Meinung nach stärker honoriert werden als ein einmal jährliches Mulchen von Flächen. Durch den sich ausdehnenden Energiepflanzenanbau bei gleichzeitigem Rückgang wertvollen Dauergrünlandes werden Schaf- und Ziegenhalter und andere Bewirtschafter von Extensivgrünland in ihrer Existenz bedroht, obwohl sie erhebliche Leistungen für das Allgemeinwohl erbringen und die Strukturvielfalt in der Landwirtschaft aktiv erhalten.
Herr Lauenstein bedankte sich bei den Veranstaltern, den Mitveranstaltern, den Sponsoren und bei den Mitarbeitern der Landwirtschaftskammer, für die Unterstützung und für das Engagement und wünschte sich eine Fortführung dieser Informationsveranstaltung in zweijährigem Rhythmus.
|
Warnung vor Maul- und Klauenseuche in Bulgarien (18.01.2011)
Auch für deutsche Tierbestände bestehen Risiken
Im Januar 2011 wurde bei drei erlegten Wildschweinen in der Region Burgas im Südosten Bulgariens das Virus der Maul- und Klauenseuche nachgewiesen. Bulgarienreisende sind aufgefordert, spezielle Vorsichtsmaßnahmen zu beachten, um zu verhindern, dass diese Tierseuche nach Deutschland eingeschleppt wird.
Besonders Rinder und Schweine erkranken an der hoch ansteckenden Maul- und Klauenseuche, Quelle: Nicolas Larento, Fotolia.com
Das Bundeslandwirtschaftsministerium warnt vor allem Reisende aus der Region Burgas: Bringen Sie keine Lebensmittel wie etwa frisches Fleisch, Rohwürste (zum Beispiel Salami) oder Milch und Milcherzeugnisse mit nach Deutschland. Diese könnten Träger des Ansteckungsstoffes sein und stellen damit eine Gefahr für die Klauentierbestände in Deutschland dar. Die Einschleppung des Erregers kann auch durch unbehandelte Trophäen oder kontaminierte Kleidung und Fahrzeuge von Jagdreisenden erfolgen. Die gewerbliche Verbringung dieser Produkte aus Burgas und den Nachbarregionen Haskovo und Yambol in andere Mitgliedstaaten der Europäischen Union ist bereits verboten. Zusätzlich unterliegt Bulgarien wegen der Schweinepest besonderen Restriktionen.
Für den Menschen ist die Maul- und Klauenseuche nicht gefährlich. Sie kann aber bei Klauentieren verheerende Seuchenzüge hervorrufen, wie zuletzt 2001 im Vereinigten Königreich deutlich wurde. Die hoch ansteckende Tierseuche wurde wahrscheinlich aus der Türkei nach Bulgarien eingeschleppt, wo seit Jahren Wild- und Haustiere betroffen sind. Allein im letzten Jahr wurden in der Türkei mehr als 1.000 Seuchenfälle gemeldet. Burgas liegt am Schwarzen Meer und ist ein wichtiger Wirtschafts- und Industriestandort Bulgariens mit dem größten Überseehafen des Landes.
|
Betriebsprämie: Auszahlung pünktlich zum 17. Dezember (10.12.2010)
Die Betriebsprämie 2010 wird in wenigen Tagen und damit zeitgerecht ausgezahlt. Nach Informationen der Landwirtschaftskammer Niedersachsen werden über 99 Prozent der gut 50.000 niedersächsischen Antragsteller am 17. Dezember das Geld auf ihrem Konto haben. Insgesamt werden von der Bundeskasse in Trier 860 Mio. Euro nach Niedersachsen überwiesen.
Die Bearbeitung der Anträge ist so gut wie abgeschlossen, so die Kammer weiter. Lediglich 174 Antragsteller werden sich noch ein wenig gedulden müssen. Hier konnten die Verwaltungs- und Vor-Ort-Kontrollen noch nicht abgeschlossen werden. Die Betroffenen werden von der Landwirtschaftskammer schriftlich benachrichtigt. Die Zahlung für diese Betriebe wird voraussichtlich im Januar 2011 erfolgen.
Auch in diesem Jahr fand eine von der EU vorgeschriebene stichprobenartige Überprüfung auf den Höfen statt. Fehler, die bei den rund 10.000 Vor-Ort-Kontrollen entdeckt werden, führen zu Abzügen bei der Prämie. Die Höhe richtet sich dabei nach der Schwere des Verstoßes.
Parallel zur Auszahlung wurden die Bewilligungsbescheide versandt, die nach Empfehlung der Landwirtschaftskammer sorgfältig zu prüfen sind. Bei Unstimmigkeiten, Fragen oder Unklarheiten geben die zuständigen Bewilligungsstellen der Landwirtschaftskammer Auskunft.
Die Betriebsprämie wird seit 2005 gezahlt. In ihr wurden die vorher geltenden Prämienregelungen für die Tierproduktion und den Ackerbau zusammengefasst und von der tatsächlichen Produktion abgekoppelt. Preissenkungen bei landwirtschaftlichen Produkten und Auflagen in der Produktion werden damit ausgeglichen.
Kontakt:
Walter Hollweg Leiter Fachbereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Kammermarketing, Pressesprecher Telefon: 0441 801-200 Telefax: 0441 801-174 E-Mail: walter.hollweg@lwk-niedersachsen.de
Quelle: Landwirtschaftskammer Niedersachsen
|
Direktvermarkter in Weser-Ems (24.11.2010)
Mitglieder im Landes-Schafzuchtverband Weser-Ems haben die Möglichkeit, sich in ein Verzeichnis der Direktvermarkter für Schafprodukte eintragen zu lassen.
Das neue Verzeichnis der Direktvermarkter ist nach Landkreisen sortiert. Interessenten und Kunden haben so die Möglichkeit, Anbieter von Schafprodukten in ihrer Region schnell zu finden.
|
Schaf- und Ziegenkennzeichnung (20.01.2010)
Die Verordnung (EG) Nr. 21/2004 des Rates vom 17. Dezember 2003 schreibt vor, dass Schafe und Ziegen, die ab dem 1. Januar 2010 geboren werden, grundsätzlich mit einer Ohrmarke (Sichtkennzeichen) und mit einem elektronischen Kennzeichen (Ohrmarke oder Bolus) gekennzeichnet werden müssen. Danach muss eines der beiden Kennzeichen eine elektronische Ohrmarke oder ein elektronischer Bolus sein, das andere Kennzeichen eine „konventionelle“ Ohrmarke. Durch die Beschriftung der Ohrmarke bzw. die Codierung des elektronischen Kennzeichens erfolgt eine individuelle Kennzeichnung ( „DE“ für Deutschland, „01“ für die Tierart, „03“ für das Bundesland Niedersachsen, 8 Ziffern für die individuelle Kennzeichnung des Tieres). Diese individuelle Kennzeichnung ist jedoch nur dann erforderlich, wenn die Tiere älter als ein Jahr werden (Zuchttiere) oder für den innergemeinschaftlichen Handel oder die Ausfuhr in ein Drittland bestimmt sind.
Für alle Tiere, die vor Vollendung des ersten Lebensjahres in Deutschland geschlachtet werden sollen, ist die vereinfachte Kennzeichnung mit einer Bestandsohrmarke zulässig. Diese Bestandsohrmarke besteht aus einer weißen Ohrmarke mit dem Aufdruck DE + Kfz-Kennzeichen + die 7 letzten Stellen der Registriernummer des Betriebes. Die Durchführung der EU-Verordnung wird in der nationalen Viehverkehrsverordnung geregelt, welche zur Zeit angepasst wird.
Als individuelle Kennzeichnung (Zuchttiere, Export) sind die im beiliegenden Bestellformular möglichen Kombinationen aus konventioneller Ohrmarke und elektronischem Kennzeichen (Ohrmarke oder Bolus) möglich. Diese werden als kompletter Satz je Tier ausgeliefert und sind vollständig am Tier anzubringen (elektronische Ohrmarke vorzugsweise im linken Ohr) bzw. der Bolus oral einzugeben. Die Bestandsohrmarke gibt es in 2 möglichen Ausführungen (siehe beiliegendes Bestellformular). Diese sollte im rechten Ohr angebracht werden.
Die seit 2006 ausgegebenen gelben Doppelohrmarken, die sowohl mit einer individuellen Nummer als auch einer Bestandskennung bedruckt waren, können als Bestandsohrmarke aufgebraucht werden.
Bestellung von Kennzeichen (Ohrmarken / Boli)
Sie haben seit 2006 mindestens 1x Ohrmarken zur Kennzeichnung von Schafen /Ziegen erhalten. Mit der Lieferung erhielten Sie ein Bestellformular, das so nicht mehr verwendet werden kann. Bitte verwenden Sie ab sofort nur noch das beiliegende neue Bestellformular. Sollten Sie nach dem 30.12.09 eine Bestellung auf dem alten Bestellformular abgegeben haben, so bestellen Sie bitte die erforderlichen Ohrmarken und ggf. Boli nach den geänderten Vorschriften kurzfristig noch einmal.
Was ändert sich ?
Ab sofort ist eine Bestellung direkt bei vit möglich – eine Bestätigung der Bestellung durch das für sie zuständige Veterinäramt ist nicht mehr erforderlich. Das Bestellformular können Sie direkt per Post an die angegebene Adresse oder per Fax an die angegebene Nummer schicken. Falls Sie über einen Internet- Anschluss verfügen, können Sie stattdessen zukünftig auch ein elektronisches Bestellformular verwenden. Sie finden dieses nach Fertigstellung unter www.vit.de => Ohrmarken für Schafe/Ziegen.
Bestellung von Ersatz-Kennzeichen
Erforderliche Ersatzkennzeichen bei Verlust von Ohrmarken können Sie ebenfalls über vit bestellen. Eine Übersicht der möglichen / erforderlichen Varianten einer Ersatzkennzeichnung finden Sie umseitig. Eine Bestellung kann schriftlich unter Angabe der Ohrmarkennummer und Art und Typ der Ohrmarke (z.B. Sichtohrmarke, elektronische Ohrmarke) bei vit erfolgen.
Bestandsregisterführung
Die Kennnummern der individuellen Kennzeichnung von ab 01.01.2010 geborenen Schafen und Ziegen müssen nach dem Einziehen der Kennzeichen im Bestandsregister, Teil C, eingetragen werden.
Schaf- /Ziegenhaltung zwischenzeitlich aufgegeben ?
Sollten Sie die Haltung von Schafen/Ziegen dauerhaft aufgegeben haben oder zukünftig aufgeben, informieren Sie bitte das zuständige Veterinäramt. vit w.V. / Information zur Kennzeichnung von Schafen/Ziegen Seite 2 von 2
Ersatz-/Nachkennzeichnung ab 01.01.2010
Bei Verlust der individuellen Kennzeichnung (Ohrmarke) können 2 neue Ohrmarken mit individueller Kennnummer eingezogen werden, wobei davon 1 Ohrmarke bei ab dem 01.01.2010 geborenen Schafen / Ziegen einen Transponder haben muss. Auch hier gilt: die zweite Ohrmarke der ursprünglichen individuellen Kennzeichnung ist ggf. vor dem Einziehen der neuen Ohrmarken zu entfernen. Die Änderung der individuellen Kennzeichnung eines Tieres ist im Bestandsregister, Teil C, zu vermerken.
Besteht die Kennzeichnung aus einer Sichtohrmarke plus einem Bolus, dann ist bei Verlust der Ohrmarke eine individuelle Ohrmarke mit der gleichen Kennnummer nachzubestellen. Dazu ist zur zweifelsfreien Identifikation sowohl vor der Bestellung als auch vor der erneuten Kennzeichnung mit der nachbestellten Ohrmarke der Bolus-Transponder mit einem geeigneten Gerät auszulesen, um eine Fehlkennzeichnung zu vermeiden. Ersatzohrmarken sind beim vit zu bestellen. Dies gilt auch für Ersatzohrmarken für Tiere aus Herdbuch- und MLP-Betrieben. Bei der Bestellung ist neben der individuellen Nummer auch anzugeben, ob eine einfache und/oder eine Transponder-Ohrmarke erforderlich ist und welcher Typ (Schild oder Streifen) gewünscht wird.
Verlorene Bestandskennzeichen können durch eine Bestandsohrmarke ersetzt werden. Wird als Bestandskennzeichen der Restvorrat an gelben Doppelohrmarken aufgebraucht, dann sind diese bei einer Ersatzkennzeichnung auch wieder in beide Ohren einzuziehen.
|
Informationen zur Lebensmittelkette (13.01.2010)
Vom 1. Januar 2010 an dürfen Schafe nur geschlachtet werden, wenn dem Schlachthof grundsätzlich 24 Stunden vor der Schlachtung die relevanten "Informationen (des Tierhalters / Schafhalters) zur Lebensmittelkette“ übermittelt worden sind und der Schlachthofbetreiber nach Prüfung dieser Unterlagen die Annahme der Tiere zur Schlachtung akzeptiert hat. Bei diesen Informationen handelt es sich um Sachverhalte, über die Tierhalter als Primärproduzenten schon heute Buch führen müssen (Bestandsregister / Bestandsbuch zur Anwendung von Arzneimitteln). Diese Informationen zur Lebensmittelkette können im Wege des elektronischen Datenaustauschs oder in Form einer vom Erzeuger unterzeichneten Standarderklärung übermittelt werden. Der Umfang dieser Informationen zur Lebensmittelkette kann hinsichtlich bestimmter Angaben deutlich verringert werden, nämlich dann, wenn erklärt wird, dass keine relevanten Informationen vorliegen oder wenn dem Schlachthofbetreiber bestimmte Informationen im Rahmen einer Dauervereinbarung oder eines Qualitätssicherungssystems bereits bekannt sind. Der Gesetzgeber hat in der Tierischen Lebensmittel-Hygieneverordnung den Mindestumfang der relevanten Informationen zur Lebensmittelkette nach Form und Inhalt näher bestimmt. Eine Standarderklärung entsprechend den Anforderungen zur Lebensmittelhygienevorordnung können Sie sich auch unter der Rubrik Downloads herunterladen.
Spätestens bei der Einstellung in die Schlachtstätte ist eine entsprechende Erklärung des Tierhalters abzugeben. Teilweise wird aber eine vorherige Abgabe (24 Stunden vor der Schlachtung) von den Schlachtstätten verlangt.
|
Höchstpreise für Bentheimer und Heidschnucken (12.10.2009)
Die Landesschafzuchtverbände Weser-Ems und Niedersachsen führten in diesem Jahr Körungen und Auktionen für Landschafe in Uelsen und Sulingen durch. Für die in Niedersachsen beheimateten Rassen Bentheimer Landschafe, Weiße Hornlose Heidschnucke und Weiße Gehörnte Heidschnucke sind die Veranstaltungen bundesweit ausgeschrieben.
Der überregionale Austausch von Zuchttieren hat Vorteile für seltene und vom Aussterben bedrohte Rasen und kann auch das Auktionsgeschäft beleben. So ersteigerte ein Bentheimer Landschaf Züchter aus Bayern für 1.800 € den teuersten Bock der diesjährigen niedersächsischen Schafauktionen.
Die Körung und Auktion der Bentheimer Landschafe fand in Uelsen, im Ursprungsgebiet der Rasse statt. 16 Züchter hatten 67 Zuchtböcke angemeldet (Vorjahr: 20/60). Die 15. Bentheimer Landschaf-Eliteauktion war eingebettet im 1. Grafschafter Haus- und Nutztiertag. Das attraktive Programm (Schafkörung, Stutenschau des Kaltblutzuchtvereins Emsland, Voltigieren, Ponyreiten, Kinderralley, Planwagenfahrten, Schafschur, Hütevorführung, Oldtimerausstellung, Streichelzoo usw.) begeisterte jung und alt und zahlreiche Vereine und Verbände informierten über Themen zur ländlichen Entwicklung und zu regionalen Produkten.
Denn Bentheimer Landschafe, Bunte Bentheimer Schweine, die niedersächsischen Kaltblüter, aber auch viele andere Tiere haben die Region geprägt. Auf dem Bauernmarkt und an den Imbissständen konnte man regionale Köstlichkeiten einkaufen und genießen. Auf Einladung des Vereins Grafschafter Landservice e. V. nahmen zahlreiche Ehrengäste, darunter der Schirmherr, Fürst zu Bentheim und Steinfurt, an einem Lammessen teil.
Am Vormittag wurden insgesamt 46 Bentheimer Böcke gekört. Die Preisrichter Schmitz aus Werpeloh und der Zuchtleiter Gerdes hatten anschließend die Aufgabe aus 26 in Klasse I gekörten Jährlingsböcken den Sieger zu ermitteln. Sie entschieden sich für einen 94 kg schweren Bock aus der Zucht von Melbaum, Haselünne. Sein Großvater Paganino ist vielen Schafzüchtern als bester niedersächsischer Zuchtbock der Stammbockschau 2004 in Nordhorn bekannt. Reservesieger war ein großrahmiger, kräftiger Bock aus dem Betrieb Hasken, Emsbüren. Die Züchter wurden mit der Bronzenen Plakette des Landwirtschaftsministers bzw. silbernen Preismünze der Landwirtschaftskammer ausgezeichnet. Beide Böcke wechselten für 550 €/480 € in Landschaftspflegebetriebe nach Nordrhein-Westfalen. Spitzenpreise in Höhe von 1.800 € und 1.000 € erreichte der Züchter Holtkamp aus Hamminkeln bei den Jährlingen für zwei Nachkommen aus der seltenen O-Linie. Der Auktionsverlauf bei der Versteigerung der Jährlingsböcke belegte wieder einmal, dass das Käuferinteresse nicht nur vom Urteil der Körkommission und der Preisrichter abhängig ist. Mit den Durchschnittspreisen von 519 € (10 € über Vorjahresniveau) und 343 € für die Lammmböcke waren die Züchter zufrieden. Aber insgesamt wechselten nur 25 Tiere am Auktionstag den Besitzer, im Vorjahr waren es noch 37 gewesen. Der Auktionsverlauf bei den Lammböcken gab den Preisrichtern Recht. Hier erlöste der Ia-Bock von Heidotting, Twist, 700 € und der Ib-Bock vom Hof Blekker 750 €. Der Zuchtbetrieb Heidotting erhielt die Goldene Preismünze der Landwirtschaftskammer. Beim anschließenden großen Schaubild der Siegertiere wurden jeweils ein vom Landkreis Grafschaft Bentheim gestifteter Präsentkorb an den Hof Blekker als erfolgreichster Beschicker, an den Betrieb Heidotting für fünfzehnjährige Teilnahme an der Eliteauktion und an die Zuchtgemeinschaft Eggmann aus Bayern vergeben, die erstmals mit einem Tier aus Bayern angereist war.
|
Zweiter Niedersächsicher Landschaftag in Sulingen (12.10.2009)
Am letzten Augustwochenende fand in der Viehauktionshalle in Sulingen der zweite niedersächsische Landschaftag statt. 25 Züchter hatten insgesamt knapp 100 Tiere aus 11 verschiedenen Rassen zur Körung und etwa 60 Tiere zur Versteigerung angemeldet. Am stärksten vertreten war die in der Diepholzer Moorniederung beheimatete Rasse Weiße Hornlose Heidschnucke. Die beiden besten Lammböcke dieser Rasse präsentierte Teerling aus Sulingen und der Betrieb Landwirtschaft Heimstatt aus Freistatt hatte den Sieger bei den Jährlingsböcken. Beide Züchter erhalten aus den Händen von Bürgermeister Knopp und Schmidt, dem Vorsitzenden vom Landes-Schafzuchtverband Weser-Ems, die Bronzene Plakette des Niedersächsischen Ministers für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung. Teuerster Bock war mit 700 € der zweitbeste Jährlingsbock aus der Zucht von Deharde, Gnarrenburg. Alle Jährlingsböcke dieser Rasse konnten für durchschnittlich 376 € verkauft werden. Das zweitgrößte Rassekontingent bildeten die Coburger Fuchsschafe. Avramut-Lampe aus Jade und Kahnt-Ralle aus Stadland hatten die beiden Ia-Böcke, die für 450 €/430 € den Besitzer wechselten. Die Züchter wurden mit der Goldenen Preismünze / Ehrenurkunde der Landwirtschaftkammer ausgezeichnet. Erfreulicherweise konnten insgesamt 11 Fuchsschafböcke versteigert werden und die Züchter waren mit den Durchschnittspreisen von 340 € für Jährlinge und 270 € für Lammböcke zufrieden.
Bei der Rasse Weiße Gehörnte Heidschnucke hatte Heftrich-Beckers aus Wittmund den besten Lammbock und den besten Jährling und erhielt die silberne Preismünze der Landwirtschaftskammer. Der Zuchtbetrieb Hennes aus Hatten präsentierte vier sehr gute Jährlingsböcke der Rasse Kamerunschaf und wurde mit der Bronzenen Preismünze der Landwirtschaftskammer belohnt.
Als weitere Schafrassen waren in Sulingen Graue Gehörnte Heidschnucken, Rhönschafe, Kamerunschafe, Skudden, Ouessantschafe, Dorper und ein Shropshirebock vertreten. Sulingens Bürgermeister Knopp zeigte sich sehr erfreut über die Rassevielfalt und die vom Landdesschafzuchtverband Niedersachsen schön hergerichtete Viehauktionshalle und den zahlreichen Ständen mit Leckereien vom Schaf, Tierzuchtbedarf, Honig, Schaffellen und Wollprodukten. Auch viele Beschicker und Besucher äußerten sich positiv zur Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltung in Sulingen und forderten am Konzept eines gemeinsamen niedersächsischen Landschaftages festzuhalten.
Klaus Gerdes, Landwirtschaftskammer
|
Fleisch- und Milchschafe versteigert (12.10.2009)
Die beiden Verbände Landesschafzuchtverband (LSV) Niedersachsen und Weser-Ems führten in diesem Jahr Kör- und Absatzveranstaltungen in Mecklenhorst, Rodenkirchen und Cloppenburg durch. Gegenüber dem Vorjahr wurden deutlich weniger Zuchtböcke verkauft und Spitzenpreise blieben die Ausnahme. Aus veterinärhygienischer Sicht gibt es zahlreiche Anforderungen an die Verkaufstiere.
Gem. Scrapieresistenzzucht-Verordnung wurden alle aufgetriebenen Zuchtböcke genotypisiert. Bei den Fleischschafen hatten bereits 80 % der aufgetriebenen Zuchtböcke den Genotyp ARR/ARR und gelten als scrapieresistent. Bei den Milchschafböcken lag der Anteil der Zuchtböcke mit dem erwünschten Genotyp immerhin schon bei über 60 %. Vierzehn Zuchtbetriebe in Niedersachsen haben nur noch Tiere mit dem Genotyp ARR/ARR im Bestand und sind von der Landwirtschaftskammer als scrapieresistente Betriebe gem. TSE-Verordnung anerkannt. Zusätzlich zu den Veterinärauflagen des LAVES hatten die Landesschafzuchtverbände darauf hingewirkt, dass alle Auktionstiere rechtzeitig gegen die Blauzungenkrankheit geimpft wurden. Hierdurch sollte erreicht werden, dass die Spermaqualität bzw. Zuchttauglichkeit der Zuchtböcke auch bei einer Infektion mit dem Blauzungenvirus im Spätsommer oder Herbst nicht beeinträchtig wird. Denn in den beiden Vorjahren waren zahlreiche Mutterschafe wegen der Unfruchtbarkeit einzelner Böcke güst geblieben und haben entweder deutlich später oder gar nicht gelammt. Bei der Körung der Zuchtböcke wird vom anwesenden Veterinär oder vom Schafzuchtberater die Beschaffenheit der beiden Hoden geprüft. Tiere mit Verdickungen oder Schwellungen oder einem Bruch im Hodensack sind nicht körfähig. Alle Auktionstiere müssen frei sein von Magen-Darmparasiten. Diesen Nachweis erbringen die Züchter durch eine Kotprobenuntersuchung oder eine zeitnahe Parasitenbehandlung. Durch diese Maßnahmen soll gewährleistet werden, dass nur gesunde, vitale und zuchttaugliche Tiere zum Verkauf angeboten werden.
Die erste Körung und Auktion fand bei bestem Erntewetter am ersten Augustwochenende in Mecklenhorst statt. Züchter des LSV Niedersachen hatten 92 Zuchttiere der Rassen Leineschaf, Texel, Berrichon du Cher, Blaukopf, Suffolk und Schwarzkopf angemeldet. Die Schwarzköpfe stellten das mit Abstand größte Kontingent und die in die Wertklasse 1 eingestuften Lammböcke wurden in drei Altersgruppen rangiert. Ein bereits im Oktober 2008 geborener und 97 kg schwerer, wuchtiger Bock aus der Zucht von Schumacher, Waffensen erreichte eine Ia- Platzierung und wurde später Siegerbock vor den beiden Klassensiegern aus der Zucht von Lange, Garbsen und Sack, Salzhemmendorf. Der Siegerbock zeichnete sich auch aus durch seine gute Feldprüfung mit einer täglichen Zunahme von 626 Gramm und einer per Ultraschall gemessenen Muskeldicke von 28,5 mm und einer Fettauflage von 8,4 mm. Der Züchter wurde mit der Bronzenen Plakette des Niedersächsischen Landwirtschaftsministers ausgezeichnet und für die beiden anderen Klassensieger gab es jeweils eine Bronzene Preismünze der Landwirtschaftskammer. 26 Schwarzkopflammböcke konnten für durchschnittlich 312 Euro verkauft werden.
Sehr gering war die Nachfrage nach Böcken der Rasse Leineschaf. Von 18 gekörten Tieren konnten am Auktionstag nur 7 verkauft werden. Auch die von der Stiftung Leineschaf gewährte Verkaufsförderung von bis zu 20 % des Zuschlagspreises konnte den Absatz nicht ankurbeln. Der Züchter Wittkop aus Echem erhielt für den besten Lammbock eine Bronzene Preismünze der Landwirtschaftskammer und Brzezniak aus, Winzenburg eine VDL-Plakette für den besten Jährlingsbock. Die Züchter Lübkemann, Stolzenau und Bremer, Balje präsentierten fünf gute Texellammböcke wovon aber auch nur zwei einen neuen Besitzer fanden. Mehr Erfolg hatte Düvel aus Elvershausen, der fünf Jungböcke der Rasse Berrichon du Cher für durchschnittlich knapp 300 € verkaufen konnte. Erfolgreichster Suffolkzüchter in Mecklenhorst war der Züchter Naujok aus Hedeper, der bei den Jährlingen und Lammböcken jeweils das Siegertier stellte. Er wurde dafür mit der Bronzenen Plakette des Landwirtschaftsministers ausgezeichnet. Insgesamt gesehen war die Veranstaltung in Mecklenhorst gut besucht und auch die Aussteller und die Gastronomie waren zufrieden.
Lange Schlangen bildeten sich vor dem LKW des angereisten Wollhändlers, der die angelieferte Wolle in Abhängigkeit von Gewicht und Qualität vor Ort bezahlte. Der Wollabsatz wirkte sich nicht auf den Zuchttierabsatz aus und die Züchter können nicht damit zufrieden sein, dass auf der Auktion nur 60 % der angebotenen Tiere einen neuen Besitzer fanden.
Am zweiten Augustwochenende fand in Rodenkirchen, Wesermarsch, die von Züchtern aus Weser-Ems und Stade beschickte, größte niedersächsische Schafauktion statt. Die Ausstellung der prächtigen Zuchtböcke, die Nordwestdeutschen Spinnmeisterschaften und das vielfältige Rahmenprogramm rund ums Schaf lockten zahlreiche Besucher auf den Marktplatz in Rodenkirchen. Viele Schafhalter hatten auch hier ihre Schafwolle mitgebracht, um sie an den Wollhändler abzugeben und ein Schafscherer zeigte, wie Schafe ordnungsgemäß geschoren werden. In der Markthalle gab es zahlreiche Informations- und Verkaufsstände mit Produkten vom Schaf und seiner Wolle und der Wirt servierte einen leckeren Lammteller. Somit war die Veranstaltung sehr gelungen. Aber auch hier war der Verkauf in den Vorjahren deutlich besser und von den insgesamt zum Verkauf stehenden 126 Zuchttieren konnten nur knapp 60 % verkauft werden. Der Weißkopfzüchter Kuck aus Butjadingen und die Suffolkzüchterin Hagedorn aus Neuenkirchen wurden mit der Bronzenen Plakette des Landwirtschaftsministers ausgezeichnet. Preismünzen und Ehrenurkunden der Landwirtschaftskammer gingen an Köchel, Burhave (Ia-Weißkopfschaf) und Bergmann, Scharrel (Siegerbock Weißkopf) und an den Suffolkzüchter Dreher aus Halsbek. Der Züchter Dreher erzielte für seinen Ia-Suffolkaltbock den Tageshöchstpreis von 650 €. Das Tier wechselte ebenso wie drei gute Jährlingsböcke, die für jeweils 500 € zugeschlagen wurden, in eine Deichschäferei des II. Oldenburger Deichbandes in Schweiburg. Zweitteuerster Bock der Auktion wurde mit 570 € der Ia Schwarzkopflammbock aus der Zucht von Heinbockel, Ebersdorf. Der Züchter erhielt ebenso wie Wuttge, Leeshaus, als Züchter des besten Schwarzkopfjährlingsbockes eine Bronzene Preismünze der Landwirtschaftskammer. Die drei Blaukopf-Lammböcke aus dem Betrieb Gerdes, Werlte, wurden für jeweils 250 € zugeschlagen und die vier verkauften Texellammböcke erzielten durchschnittlich 280 €. Der Texelzüchter Fettköter aus Westerwalsede stellte die beiden besten Texelböcke und erhielt eine VDL-Plakette. Von den drei in Rodenkirchen aufgetriebenen Texeljährlingsböcken konnte nur der Ia Bock für 500 € verkauft werden.
Deutlich besser für die Texelzüchter lief es eine Woche später auf der niedersachsenweit ausgeschriebenen Kör- und Absatzveranstaltung für Schafe aus maediunverdächtigen Beständen in Cloppenburg. Hier konnten alle zum Verkauf angebotenen Texelböcke verkauft werden und die Jährlings- und Lammböcke erzielten mit 382/326 € gute Durchschnittspreise. Teuerster Jährling mit 470 € war der Ia-Bock von Zießow, Delmenhorst und auch der mit 550 € teuerste Lammbock, ebenfalls Ia, kam aus dem gleichen Betrieb. Der Züchter erhielt die Bronzene Plakette des Landwirtschaftsministers und einen Ehrenteller der Stadt Cloppenburg. Das beste Texelschaf hatte der Vorsitzende des Stader Schafzuchtverbandes Dr. Wilke aus Heeslingen gezüchtet. Es wechselte für 240 € in den Stall eines Züchterkollegen. Die anwesenden Deichschäfer waren mit der Qualität der sehr gut bemuskelten Texelböcke zufrieden und sorgten für einen flotten Auktionsverlauf. Einzelne Herdenhalter ersteigerten auch Ostfriesische Milchschafe. Durch die Anpaarung von Milchschafen an Fleischschafen, wie z. B. Texel, soll der Anteil an Mehrlingsgeburten erhöht und die Fruchtbarkeit und die Milchleistung in den Gebrauchsherden verbessert werden. Auf ähnlichem Wege ist vor einiger Zeit in den Niederlanden das Swifterschaf entstanden, welches sich durch hohe Ablammergebnisse (bis zu 250 % bei zweijährigen Tieren) auszeichnet und derzeit verstärkt in hiesigen Schäfereien eingesetzt wird. Insgesamt konnten in Cloppenburg 27 weiße Milchschaflammböcke für durchschnittlich 311 € verkauft werden (Vorjahr 30 Tiere/357 €). Den Siegerbock stellte Winterhalter, Großefehn und wurde mit der Bronzenen Plakette des Landwirtschaftsministers ausgezeichnet. Der Bock hatte trotz seines Gewichtes von 84 kg eine sehr korrekte Beinstellung. Er zeigte weitere typische Rassemerkmale wie Ramsnase, langer dünner Schwanz, nach vorne gerichtete lange Ohren und eine lang abgewachsene ausgeglichene Crossbreedwolle und erhielt als einzigster Milchschafbock die Note 9 im Merkmal Äußere Erscheinung. Der Bock wurde für 400 € an einen Melkbetrieb im Kreis Cloppenburg verkauft. Da der Bock nicht über ein ARR-Allel verfügte, waren Herdbuchzüchter leider nicht interessiert, obwohl das Tier aus der inzwischen selten gewordenen A-Linie stammt. Die seit 2001 praktizierte Scrapieresistenzzucht hat dazu geführt, dass einzelne Blutlinien in der Milchschafzucht (und auch bei anderen Rassen) heute nicht mehr vorhanden sind, wodurch die genetische Vielfalt dramatisch abgenommen hat.
Weitere Ia-Böcke hatten die Züchter Doden, Upende (Reservesieger) und Ulferts, Kringwehrum. Das beste und mit den Noten 8/8/9 (Bemuskelung, Wolle, Äußere Erscheinung) höchst bewertete Mutterlamm präsentiere Lindeburg, Großefehn. Die drei Vollgeschwister erreichten einen zweiten, fünften und sechsten Platz. Dieser seltene züchterische Erfolg wurde mit der Goldenen Preismünze der Landwirtschaftskammer belohnt. Die beiden teuersten Mutterlämmer mit 400/240 € kamen von Beckmann-Ihnen, Emden. Auch hier achteten die Käufer vor allem auf die Merkmale Euternote und Milchleistung der Mutter, Äußere Erscheinung und Scrapiegenotyp des Verkaufstieres. Den Tageshöchstpreis von 640 € bekam Hartmann, Obershagen für einen schwarzen Milchschafbock. Dem Verkauf vorweg gegangen war ein spannendes Bieterduell zwischen zwei Züchterinnen aus Nordrhein-Westfalen und den Niederlanden.
In den niedersächsischen Züchterställen stehen auch jetzt noch gute gekörte und leistungsgeprüfte Zuchtböcke zum Verkauf. Die jeweiligen Schafzuchtverbände sind bei der Vermittlung von Zuchttieren gerne behilflich.
|
Sektion in Oldenburg (07.02.2007)
Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen hat bekanntlich im April 2006 das Angebot der Sektion von Tieren eingestellt. Mit der Einstellung der Sektion bei der LUFA Nord-West haben wir den Schaf- und Ziegenhaltern in Weser-Ems die Außenstelle der TIHO Hannover in Bakum genannt.
Wie wir am 30.01.2007 auf Nachfrage in Bakum erfahren haben, wird dort keine Sektion von Schafen, Ziegen und Wildtieren durchgeführt. Die Außenstelle der Tierärztlichen Hochschule in Bakum darf die Sektion nur für Schweine durchführen. Der Schafzuchtverband Weser-Ems wird sich erneut an die Landwirtschaftskammer Niedersachsen wenden und einen Sektionsstandort in Weser-Ems fordern.
Die Untersuchung von Föten zur Diagnostik von Verlammungen wird noch von der LUFA Nord-West in Oldenburg angeboten.
Die LUFA Nord-West ist 2006 umgezogen.
Neue Adresse:
LUFA Nord-West Ammerländer Heerstraße 115-117 26129 Oldenburg Telefon: 0441/97352-0
Veterinärinstitut Oldenburg
Das Veterinärinstitut Oldenburg des LAVES-Niedersachsen übt hoheitliche Aufgaben in den Bereichen der Diagnostik und Bekämpfung von Tierseuchen und anderen Tierkrankheiten, des Tierschutzes und des Verbraucherschutzes aus. Das Institut untersucht in den Abteilungen und Fachbereichen vor allem auf Erreger von anzeige- und meldepflichtigen Tierseuchen und -krankheiten sowie vom Tier auf den Menschen übertragbaren Erkrankungen (Zoonosen), Hygienerisiken in den Schlacht- und Zerlegebetrieben, sowie beim landwirtschaftlichen Erzeuger. Wichtige Schwerpunkte sind auch antibiotische und andere Rückstände in Tieren und Resistenzen der Mikroorganismen. Ein Team von 131 wissenschaftlichen und anderen spezialisierten Mitarbeitern ist im Veterinärinstitut Oldenburg tätig.
Sektion und Untersuchung verendeter Tiere Zusätzlich ist es Tierhaltern möglich, verendete Tiere im VI Oldenburg auf eigene Kosten untersuchen zu lassen.
Bitte sprechen Sie vor der Anlieferung zur Sektion mit dem zuständigen Fachtierarzt für Pathologie Dr. Brügmann, Telefon: 0441/ 9713-830 oder Frau Niemann: 0441/ 9713-831.
Das Ergebnis der Sektion hängt maßgeblich von einem guten Vorbericht ab der mit dem Tier zusammen im VI-Oldenburg abgegeben werden kann. Den Vordruck zur Einsendung von Tierkörpern an das VI-Oldenburg finden sie bei den Downloads.
Beispiel für Untersuchungskosten:
Sektion und Histologie: ca. 50,00 € Entsorgung je kg Körpergewicht 00,25 €
Wenn zusätzlich erforderlich: Bakteriologische Untersuchung: ca. 40,00 € Parasitologische Untersuchung: ca. 10,00 € Molekularbiologische Untersuchung: ca. 20,00 €
Anschrift: Veterinärinstitut Oldenburg Philosophenweg 38 26121 Oldenburg Tel.: 04 41/ 97 13-0 Fax: 04 41/ 97 13-814 E-mail: poststelle.vi-ol@laves.niedersachsen.de Internet: www.laves.niedersachsen.de
Anfahrt aus Richtung Bremen und Wilhelmshaven (A28): Fahren Sie die Abfahrt Oldenburg-Haarentor (12) links Richtung Stadtmitte. Anschließend die 4. Strasse links in die Auguststrasse und dann die 2. Strasse links in die Haareneschstrasse. Biegen Sie die 3. Strasse rechts in den Philosophenweg. Am Ende der Strasse haben Sie das Veterinärinstitut Oldenburg erreicht.
__________________________________________________________________________________
|
|