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| Ostfriesisches Milchschaf, Zuchtrichtung schwarz-braun |
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Rassebeschreibung
Allgemeines: Ein kräftiges und großrahmiges, widerstandsfähiges und anpassungsfähiges Schaf, frühreif und frohwüchsig, mit hoher Fruchtbarkeit, guter Milch- und Wollleistung sowie einer guten Fleischleistung.
Äußeres Erscheinungsbild:
Kopf: länglicher, leicht ramsnasiger und hornloser Kopf mit edlem Ausdruck, bedeckt mit Stichelhaaren.
Augen: groß mit stark entwickelten Tränendrüsen
Ohr: Ohren lang und dünn, nach vorn gerichtet,
Brust: genügend breit, tief mit gutem Anschluss an Hals und Rücken,
Rumpf: breiter, tiefer und geschlossener Rumpf mit ausgeprägter Rippenwölbung
Rücken: lang, fest und gerade, Kruppe leicht abschüssig und nicht zu kurz,
Gliedmassen: gut bemuskelt bei korrekter Stellung und straffer Fessel,
Schwanz: dünn, lang und unbewollt,
Euter: geräumig, fest aufgehängt und breit angesetzt,
Wolle: einfarbig schwarz-braun, lang und abgewachsen, ausgeglichen und dichte Crossbreedwolle (32-38 µ) Feinheit. |
Leistungsmerkmale
Milchleistung: ca. 400 - 600 kg Milch bei etwa 5 - 6 % Fett und 4 - 5 % Eiweiß,
Fruchtbarkeit: 200 - 300 % erste Lammung mit 12 Monaten,
Mastleistung: durchschnittliche tägliche Zunahme im Gewichtsabschnitt bis 50 kg für Bocklämmer 300 - 400 g,
Wollleistung: 5 - 7 kg Schweißwolle |
Leistungsprüfung
Mastleistung: durchschnittliche tägliche Zunahme im Gewichtsabschnitt bis 50 kg für Bocklämmer 300 - 400 g,
Milchleistungsprüfung: Ermittlung der Milchmenge, des Fett- und Eiweißgehaltes. |
Zuchtauschließende Fehler
Einhodigkeit, grobe Fundamentfehler, grobe Wollfehler
Zähne: Über und Unterbeißer sowie alle Gebissanomalitäten
Augen: Fischauge
Pigment: Pigmentflecken, größer als ca. 2 cm bei der Herdbucheintragung |
Unerwünscht
Augen: kleine helle Einschlüsse (Flamme oder Spiegel)
Pigment: Pigmentflecken, Altersflecken sind unbedeutend. |
Zuchtziel
Euter und Striche:
Das Milchschafeuter soll zum Säugen der Lämmer und zum Hand- und Maschinenmelken geeignet sein. Das erfordert dann einen Kompromiss bei der Euterbeschreibung. Euter und Striche sollen getrennt mit den Noten von 1 bis 9 bewertet werden. Dabei müsste der Durchschnitt bei 5 liegen. Bei Zuchttieren wird er allerdings zwischen 6 und 7 liegen. Für die Bewertung des Euters ist eine Beschreibung des idealen Euters Voraussetzung.
Euterbeschaffenheit:
Das Euter soll vorne, hinten und seitlich fest aufgehängt sein. Dabei ist die Aufhängung breit und lang. Das Zentralband soll hinten möglichst hoch angewachsen sein und vorne möglichst weit am Bauch auslaufen. Dabei soll sich ein gut ausgebildetes Vor- und auch Hintereuter ergeben. Das Zentralband teilt das Euter in zwei symmetrische Hälften ohne zu stark einzuschneiden. Das Euter ist drüsig. Eine Bewollung darf auf keinen Fall das Melken behindern oder die Melkhygiene beeinflussen. Der Euterboden liegt nicht tiefer als drei Finger breit über dem Sprunggelenk.
Strichform und Strichstellung:
Die Striche müssen den Anforderungen der Lämmeraufzucht und des Melkens genügen. Sie sollen in Form, Ansatz und Stellung symmetrisch zueinander sein. Die Striche sind am Euterboden angesetzt, sie sind zylindrisch bis konisch geformt und nach vorne abgerundet. Die Strichöffnung liegt zentral auf der Zitzenkuppe. Die Striche zeigen leicht nach vorne - aussen. |
Gewichte
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Körpergewicht [kg] |
Vliesgewicht [kg] |
Ablammergebnis |
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